Behandlung

Ablauf

In einem längeren Gespräch und mit gezielten Fragen verschafft sich der/die Homöopathin ein möglichst ganzheitliches Bild vom Tier, seiner Krankheit und dessen Lebensbedingungen. Daher sind, neben der eigentlichen Krankheit, das Verhalten des Tieres, seine Vorlieben und Abneigungen, seine früheren Krankheiten, krankheitsauslösende Faktoren und Empfindlichkeiten(z.B. Wettereinflüsse), Impfungen und frühere Behandlungen entscheiden für die Mittelwahl.

Klassische Homöopathie verlangt immer eine sorgfältige Fallaufnahme/Anamnese, die eine Stunde oder länger dauert. In chronischen Fällen ist es teilweise möglich, dass mehrere Sitzungen und Heilmittel nötig sind. Darum ist eine gute Kommunikation zwischen Tierhalter und Therapeutin sehr wichtig. Auf diese Weise lassen sich die Möglichkeiten der Homöopathie voll ausschöpfen.

«Im Mittelpunkt steht das Tier, nicht die Krankheit.»

Das homöopathische Mittel und die Verabreichung

Als Ausgangssubstanz dienen pflanzliche, tierische, mineralische Stoffe und Krankheitsprodukte. Diese werden schrittweise und im Verhältnis 1:10 (Dezimal/D Potenzen), 1:100 (Centesimal/ C Potenzen) oder 1:50’000 (LM/oder Q Potenzen) mit Alkohol oder Milchzucker verdünnt bzw. verreiben. Durch Schütteln oder Verreiben bei jedem Verdünnungsschritt erfolgt die sogenannte Potenzierung, d.h. die Substanzen erfahren eine Verstärkung ihrer Heilkraft.

Bei Tieren ist es oft einfacher, die Mittel in flüssiger Form mittels Einmalspritze zu verabreichen. Die Gobuli (Kügelchen) werden in einer Einmalspritze mit Wasser aufgelöst und können so leicht ins Maul des Tieres eingegeben werden. Wichtig ist der Kontakt des Mittels mit der Mundschleimhaut (möglichst einige Sekunden lang) wenn also ein Teil der eingegebenen Menge wieder ausgespuckt wird, ist dies nicht so schlimm.